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Tipps & Tricks21. September 20267 Min. Lesezeit

Google Unternehmensprofil für Makler: 12 Sofort-Tipps für mehr Anfragen aus der lokalen Suche

Teil unseres Überblicks KI für Makler: was in Exposé, Bewertung, Anfragen und Terminen heute funktioniert.

MZ
Von Micha Zauner
Gründer von smartConsulting Zauner · KI-Berater für Immobilienmakler
Das Wichtigste in Kürze

44 Prozent aller Klicks bei lokalen Google-Suchen gehen an das Local Pack – und das Google Unternehmensprofil ist dort der stärkste Ranking-Faktor. 12 konkrete Tipps, mit denen Immobilienmakler ihr Profil in unter einer Stunde auf Anfragen trimmen: Kategorien, Leistungen, Fotos, Beiträge, Bewertungsroutine und Messung.

Wenn ein Eigentümer in Ihrer Stadt darüber nachdenkt, seine Immobilie zu verkaufen, beginnt seine Suche fast nie auf Ihrer Website. Sie beginnt bei Google – mit einer Suche wie „Immobilienmakler Linz“, „Haus verkaufen Graz“ oder schlicht „Makler in der Nähe“. Was dieser Eigentümer dann als Erstes sieht, ist nicht Ihre Startseite, sondern die Kartenbox mit drei Einträgen: das sogenannte Local Pack.

Rund 44 Prozent aller Klicks bei lokalen Suchen landen in genau dieser Box. Und der mit Abstand stärkste Hebel, um dort zu erscheinen, ist nicht Ihre Website und sind auch nicht Ihre Backlinks – es ist Ihr Google Unternehmensprofil. Analysen der Ranking-Faktoren sehen das Profil selbst bei rund einem Drittel der Gewichtung. Der bittere Teil dieser Zahl: Die meisten Maklerprofile im DACH-Raum sind halb ausgefüllt, das letzte Foto stammt aus dem Eröffnungsjahr, und auf Bewertungen antwortet niemand.

Die gute Nachricht: Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos, und fast alles, was wirklich wirkt, lässt sich an einem einzigen Vormittag erledigen. Die folgenden zwölf Tipps sind bewusst als Abarbeitungsliste aufgebaut. Nehmen Sie sich Ihr Profil parallel dazu auf einem zweiten Bildschirm vor – nach Tipp 12 sind Sie fertig.

Teil 1: Das Fundament – ohne das nichts rankt

1. Profil beanspruchen und verifizieren

Google legt für viele Unternehmen automatisch Einträge an, die niemandem gehören. Solange Ihr Profil nicht verifiziert ist, vertraut Google den Daten kaum – und Sie können sie auch nicht ändern. Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google, klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“ und führen Sie die Verifizierung durch (heute meist per Video oder Postkarte). Rechnen Sie mit wenigen Tagen. Alles Weitere baut darauf auf.

2. NAP-Daten exakt angleichen

NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen auf Ihrem Google-Profil zeichengenau so stehen wie auf Ihrer Website, im Impressum und in Branchenverzeichnissen. „Str.“ hier und „Straße“ dort, eine alte Festnetznummer in einem Portal, eine abweichende Schreibweise der GmbH – jede Abweichung kostet Vertrauenssignal. Legen Sie sich die korrekte Schreibweise einmal in einem Textdokument ab und verwenden Sie ausschließlich diese.

3. Haupt- und Nebenkategorien richtig setzen

Die Hauptkategorie ist der wichtigste einzelne Stellhebel im ganzen Profil. Für die meisten Büros ist „Immobilienmakler“ richtig. Ergänzen Sie dann passende Nebenkategorien – etwa „Immobilienbewertung“, „Hausverwaltung“, „Immobilienberater“ oder „Gewerbeimmobilienmakler“, sofern Sie diese Leistungen tatsächlich anbieten. Wichtig: Nebenkategorien verwässern nicht, sie erweitern. Aber tragen Sie nur ein, was Sie auch wirklich machen.

4. Einzugsgebiet statt nur Adresse definieren

Viele Makler betreuen ein Gebiet, das weit über die Bürogemeinde hinausgeht. Genau dafür gibt es das Feld „Einzugsgebiet“. Tragen Sie dort die Orte und Bezirke ein, in denen Sie tatsächlich vermitteln. Das ersetzt kein lokales Ranking in einer 40 Kilometer entfernten Stadt, hilft Google aber beim Einordnen – und den Interessenten beim Einschätzen, ob Sie überhaupt in Frage kommen.

Teil 2: Sichtbarkeit erhöhen – die Inhalte, die Google liest

5. Die Unternehmensbeschreibung voll ausreizen

Google erlaubt 750 Zeichen. Die meisten Makler nutzen 120. Schreiben Sie die 750 Zeichen voll – und packen Sie die wichtigsten Informationen in die ersten 250, weil nur diese in der Vorschau erscheinen. Nennen Sie konkret: Was Sie machen (Verkauf, Vermietung, Bewertung), für wen (Eigentümer, Kapitalanleger, Erbengemeinschaften), wo (Ihre Orte im Klartext) und was Sie unterscheidet. Keine Werbefloskeln, keine Preisangaben, keine Links – beides lehnt Google ab.

6. Leistungen einzeln anlegen

Unter „Leistungen“ können Sie einzelne Dienstleistungen mit eigener Kurzbeschreibung hinterlegen. Das ist ungenutzter Platz für genau die Begriffe, nach denen Eigentümer suchen: „Kostenlose Immobilienbewertung“, „Verkauf von Erbimmobilien“, „Off-Market-Vermarktung“, „Vermietung von Eigentumswohnungen“, „Energieausweis-Beratung“. Jede Leistung bekommt zwei, drei Sätze. Zehn gepflegte Leistungen sind ein starkes Relevanzsignal – und kosten Sie 20 Minuten.

7. Echte Fotos statt Stockmaterial

Profile mit vielen Bildern erhalten deutlich mehr Klicks auf Website und Routenplanung. Entscheidend ist Authentizität: Ihr Büro von außen (damit Besucher es finden), von innen, das Team, Sie selbst in guter Qualität, und einige Objektaufnahmen aus Ihrem Gebiet. Vermeiden Sie generische Stockfotos von lächelnden Menschen mit Schlüsseln – die erkennt inzwischen jeder. Ein Richtwert: mindestens zehn Fotos zum Start, danach zwei bis drei neue pro Monat.

8. Regelmäßig Beiträge veröffentlichen

Das Profil hat eine Beitragsfunktion, die kaum jemand nutzt – obwohl sie wie ein kleiner Social-Media-Kanal direkt in den Suchergebnissen funktioniert. Posten Sie ein- bis zweimal pro Woche: ein neues Objekt, ein verkauftes Objekt („in 4 Wochen vermittelt“), eine Marktbeobachtung für Ihre Stadt, ein Hinweis auf gesetzliche Neuerungen. Jeder Beitrag bekommt ein Bild und einen klaren Button („Termin vereinbaren“, „Mehr erfahren“). Beiträge laufen nach einiger Zeit aus – das ist Absicht, Aktualität ist Teil des Signals.

Teil 3: Aus Sichtbarkeit werden Anfragen

9. Eine feste Bewertungsroutine einführen

Rund 93 Prozent der Verbraucher lesen Rezensionen, bevor sie jemanden kontaktieren, und 68 Prozent beauftragen nur Unternehmen mit vier Sternen oder mehr. Der Unterschied zwischen drei und fünf Sternen macht in der Klickrate über 50 Prozent aus. Bitten Sie deshalb systematisch um Bewertungen – nicht spontan, sondern an einem festen Punkt im Prozess: direkt nach der Notartermin-Bestätigung oder nach der Schlüsselübergabe, wenn die Freude am größten ist. Schicken Sie den Direktlink zum Bewertungsformular per WhatsApp oder E-Mail mit einem Satz, warum es Ihnen hilft. Zwei bis drei neue Bewertungen pro Monat genügen für einen stabil wachsenden Schnitt.

10. Auf jede Bewertung antworten – auch auf die schlechten

Antworten sind öffentlich und werden von den nächsten Interessenten gelesen. Bei positiven Bewertungen reichen zwei persönliche Sätze, die auf den konkreten Fall eingehen. Bei kritischen gilt: sachlich bleiben, keine Details aus dem Mandat ausplaudern, Verständnis zeigen und ein Gespräch außerhalb der Plattform anbieten. Eine souveräne Antwort auf eine Drei-Sterne-Bewertung wirkt oft überzeugender als zwanzig makellose Fünf-Sterne-Einträge.

11. Anfragekanäle aktivieren – und die Reaktionszeit sichern

Buchungslink, Telefonnummer, Nachrichtenfunktion: Aktivieren Sie, was zu Ihrem Büro passt – aber nur, wenn Sie es auch bedienen. Google erwartet bei der Chatfunktion eine Antwort innerhalb von 24 Stunden, und Interessenten erwarten deutlich weniger. Wer eine Anfrage am Montag stellt und am Donnerstag eine Antwort bekommt, hat längst jemand anderen beauftragt. Wenn Sie die Reaktionszeit nicht verlässlich halten können, ist eine automatisierte Erstantwort mit Terminlink der ehrlichere und wirksamere Weg als ein unbeantworteter Chat.

12. Monatlich messen statt raten

Im Profil finden Sie unter „Leistung“ die Zahlen, auf die es ankommt: Aufrufe in Suche und Maps, Website-Klicks, Anrufe, Routenanfragen – und vor allem die Suchbegriffe, über die Sie gefunden werden. Notieren Sie sich diese fünf Werte einmal im Monat in einer einfachen Tabelle. Nach drei Monaten sehen Sie schwarz auf weiß, welche Maßnahme gewirkt hat. Und Sie entdecken Suchbegriffe, an die Sie nie gedacht hätten – daraus werden Ihre nächsten Leistungen, Beiträge und Website-Texte.

Ihre 60-Minuten-Reihenfolge

Wenn Sie heute nur eine Stunde haben, arbeiten Sie in dieser Reihenfolge: Kategorien prüfen (5 Min.) → Beschreibung auf 750 Zeichen bringen (15 Min.) → zehn Leistungen anlegen (20 Min.) → zehn echte Fotos hochladen (10 Min.) → Bewertungslink erzeugen und in Ihre Übergabe-Mail einbauen (10 Min.). Alles andere – Beiträge, Antworten, Messung – wird danach zur Routine, nicht zum Projekt.

Genau an dieser Stelle scheitern die meisten Büros übrigens nicht am Wissen, sondern an der Wiederholung. Ein Profil einmal aufzuräumen ist einfach. Jede Woche einen Beitrag zu posten, nach jeder Übergabe um eine Bewertung zu bitten und jede Rezension binnen zwei Tagen zu beantworten – das hält kaum jemand manuell durch. Hier lohnt sich Automatisierung am schnellsten: eine automatische Bewertungsanfrage nach Vertragsabschluss, ein Erinnerungs-Workflow für Beiträge, eine Benachrichtigung bei jeder neuen Rezension.

Fazit

Ihr Google Unternehmensprofil ist der einzige Marketingkanal, der nichts kostet, sofort wirkt und trotzdem bei fast allen Mitbewerbern brachliegt. Es entscheidet darüber, ob ein verkaufsbereiter Eigentümer in Ihrer Stadt Sie überhaupt zu Gesicht bekommt – noch bevor Ihre Website, Ihre Anzeigen oder Ihre Empfehlungen eine Chance haben. Zwölf Punkte, ein Vormittag, und danach zwanzig Minuten pro Woche.

Sie möchten, dass Bewertungsanfragen, Profilbeiträge und die Reaktion auf neue Anfragen bei Ihnen automatisch laufen, statt auf Ihrer To-do-Liste zu verstauben? Bei smartConsulting Zauner unterstützen wir Immobilienmakler im DACH-Raum dabei, genau solche wiederkehrenden Abläufe DSGVO-konform zu automatisieren – von der automatischen Bewertungsanfrage nach der Übergabe über Erinnerungs-Workflows bis zur sofortigen Erstantwort auf jede Anfrage. Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses Erstgespräch und wir schauen uns gemeinsam an, welcher Schritt in Ihrem Büro den größten Hebel hat.

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